Im Führungsalltag begegnen einem immer wieder ähnliche Verhaltensmuster. Da ist der Typ, der grundsätzlich allem widerspricht und jede Neuerung mit Skepsis belegt – nicht, weil er Veränderung grundsätzlich ablehnt, sondern weil niemand ihn in den Prozess einbezogen hat. Da ist die Person, die regelmäßig Vereinbarungen nicht einhält und Deadlines verschiebt, nicht aus Bösartigkeit, sondern weil sie sich überfordert fühlt und das nicht kommunizieren kann. Und da ist der sogenannte Opfer-Typ, der die Verantwortung für Probleme systematisch bei anderen sucht und sich selbst aus jeder Pflicht entlässt.
Der Opfer-Typ neigt dazu, die Schuld für Probleme stets bei anderen zu suchen, anstatt selbst Verantwortung zu übernehmen. Um diesem Verhalten entgegenzuwirken, sollten Führungskräfte behutsam Verantwortungsbewusstsein fördern. Statt Vorwürfe zu machen, gilt es, dem Mitarbeiter Möglichkeiten aufzuzeigen, wie er aktiv zur Lösung beitragen kann.
Schwierig ist auch die Person, die durch ihre Dominanz andere im Team klein hält – sei es durch lautes Auftreten, abwertende Kommentare oder das gezielte Untergraben von Autorität. Solche Mitarbeitende schießen quer, vergiften die Atmosphäre und lassen die Performance des gesamten Teams in den Keller sinken. Ihre Wirkung auf das Teamklima ist oft gravierender als ihr direkter Schaden an Projektergebnissen – denn gute Kolleginnen und Kollegen beginnen, innerlich zu kündigen oder das Unternehmen ganz zu verlassen.
Was allen diesen Typen gemeinsam ist: Sie reagieren kaum auf Standardlösungen. Wer schwierige Mitarbeiter führen will, braucht keine Blaupause – er braucht Neugier. Die Frage ist nicht „Was ist falsch mit dieser Person?", sondern „Was steckt hinter diesem Verhalten, und wie kann ich konstruktiv damit umgehen?"